Das praktische Nebenfach

Warum Kunstwissenschaft an einer Hochschule für Gestaltung studieren? Ein formaler Unterschied des Kunstwissenschaftsstudiengangs an der HfG zur Kunstgeschichte an der Universität besteht in der Wahl eines praktischen Nebenfachs. Denn anders als an den Universitäten ist für das HfG-Studium der Kunstwissenschaft die Wahl eines Nebenfachs aus den Bereichen Medienkunst, Kommunikationsdesign, Produktdesign oder Ausstellungsdesign/ Szenografie obligatorisch. Auf diese Weise werden die klassischen Formate kunstwissenschaftlicher Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Kolloquien, Workshops) um das Projekt-Studium der praktischen Fachbereiche erweitert: Studierende aus den Kunst-, Design- und Theoriefächern arbeiten gemeinsam an praxisbezogenen Aufgaben wie beispielsweise Katalog-, Zeitschriften- oder Ausstellungsprojekten. Durch die unmittelbaren Erfahrungen in der künstlerischen, gestalterischen oder kuratorischen Praxis gewinnen die Studenten der Kunstwissenschaft neue, konkretere Zugänge zu ihrem Fach.

Das theoretische Nebenfach

Neben einem praktischen Nebenfach sieht das Studium der Kunstwissenschaften an der Hochschule für Gestaltung auch die Wahl eines Theorienebenfachs vor. Der Fachbereich Philosophie und Ästhetik ist an der Hochschule durch zwei Professuren und zwei akademische Mitarbeiter vertreten. Der Schwerpunkt dieses Fachs auf zeitgenössischer Philosophie und Ästhetik stellt an deutschen Universitäten eine Besonderheit dar. Als Nebenfach bildet die Philosophie – durch ihre kunstphilosophische, medientheoretische Ausrichtung – eine ideale Ergänzung und Erweiterung zum Studium der Kunstwissenschaft. Alternativ dazu bietet ein Kooperationsvertrag der HfG mit der Universität Karlsruhe | KIT die Möglichkeit, dort ein geisteswissenschaftliches Nebenfach zu belegen.