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Als Lockerungsübung beschrieb Prof. Dr. Wolfgang Ullrich seine Antrittsvorlesung an der HfG Karlsruhe im Jahre 2007. Acht Jahre sind seither vergangen – nun hat der Professor aus dem Fachbereich Kunstwissenschaft und Medienphilosophie sowie Prorektor für Studium die Hochschule zum Ende des letzten Semesters verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Er hinterlässt damit eine große Lücke – aus diesem Grund findet am 30. Mai 2015 ein von Studentinnen und Studenten organisiertes Abschiedssymposium ab 10.30 Uhr statt.
 
Lockerungsübung – mit diesem Begriff umriss Wolfgang Ullrich vor allem einen Aspekt seines Wirkens: Viele seiner Seminare, Kolloquien, Symposien und kuratorischen Projekte standen unter dem Zeichen, intellektuelle Verspannungen zu lösen und Denkfiguren zu entkrampfen. Zum Abschied greifen ehemaligen und aktuelle Doktorandinnen und Doktoranden diesen Appell auf, indem sie jeweils ein Zitat aus Ullrichs Schriften einer Lockerungsübung unterziehen. Auf diese Weise bringen sie einige seiner Thesen in neue Zusammenhänge und gestalten einen passenden Abschied.
 
Professor Dr. Beat Wyss beginnt das Symposium beispielsweise mit dem Zitat „Und besteht intellektuelle Arbeit nicht vor allem darin, Metaphern, Vergleiche, Assoziationen zu finden, die etwas in neuem Licht erscheinen lassen?“ Simon Bieling geht auf das Thema Konsum ein, indem er sich des Zitats Ullrichs bedient: „Produkte erfüllen heutzutage sogar die Funktion von Benimm-Ratgebern; sie führen durch das Leben, und mit sanftem Druck geben sie vor, wie man sich zu verhalten hat.“ Weitere Themen sind Reproduktion, Kunstsoziologie und Methode. Prof. Dr. Ullrich selbst wird mit „Cogito, quia absurdum – Eine Ausdauerübung“ das passende Gegenstück zu seiner damaligen Antrittsvorlesung vortragen.

 

30.05.2015

Ab 10:30 Uhr auf der Lichtbrücke

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