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KUNST UND BERÜHRUNG
Öffentliche Tagung

Staatliche Akademie der bildenden Künste Karlsruhe
12. u. 13. Januar 2016

 

Kunst betrachten heißt in der Regel Distanz bewahren: sich dem Sehsinn überlassen, Abstand halten. Das ist nicht nur eine Schulung in Disziplin, die in den bürgerlichen Institutionen der Kunstausstellung eingeübt, sozial kontrolliert und längst auch technisch gesichert wird. Die Distanz zum Betrachter ist der Ausstellungskunst selbst eingeschrieben. Sie zielt auf eine Dominanz des Optischen als Fernsinn, die den Nahsinn der Berührung ausschaltet. Darum gehört es mit Jean-Luc Nancy gesagt „wesentlich zur Malerei, dass sie nicht berührt wird.“

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