121
banner_kuwi_stakemeier_cover.jpg

 

Kerstin Stakemeier

Entgrenzung: Kunst mit Konsequenzen

03.02.2016, 18 Uhr, R 112

 

Jenseits dessen, was heute als „politische Kunst“ ein eigenes Genre der Gegenwartskunst bildet, in dem thematisch Politisches präsentiert wird, gab es seit dem Aufkommen der Moderne immer wieder Künstler_innen, die darauf bestanden, dass nur diejenige künstlerische Praxis relevant sein könne, die jegliche Identifikation der Kunst als abgetrennten Bereich gesellschaftlicher Produktion verweigert und sie aktiv zu unterlaufen versucht. Die Historisierung vieler dieser Arbeitsweisen als ‘Avantgardismen’ hegte zwar auch sie retrospektiv künstlerisch ein, aber es bleibt zu fragen wie eine neuerliche Entgrenzung - gegenwärtig und retrospektiv - heute anzusetzen wäre, wie Kunst Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

 

Kerstin Stakemeier (*1975) studierte Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Berlin und London. 2009/10 war sie Researcherin an der Jan van Eyck Academie Maastricht, seit 2012 Juniorprofessorin am cx centrum für interdisziplinäre Studien der Akademie der Bildenden Künste München. Stakemeier schreibt u.a. für Texte zur Kunst, Afterall, Springerin und Artforum. 2007/08 war sie Initiatorin des „Aktualisierungsraums“ in Hamburg (mit Nina Köller). Sie arbeitet gemeinsam mit Johannes Paul Raether an Formulierungen eines Realismus in der Gegenwartskunst. 2012 erschienen „Anfang Gut. Alles Gut“ (mit Eva Birkenstock/Nina Köller) und „Painting - The Implicit Horizon“ (mit Avigail Moss). Ihr Buch zu Entkunstung und Realismus in der Gegenwartskunst wird bei PoLYpeN, b_books erscheinen.

 

 

KUNST.WISSENSCHAFT.PERSPEKTIVEN

 

Von Studierenden initiiert, bietet der Fachbereich Kunstwissenschaft und Medienphilosophie der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe eine Vortragsreihe zu internationalen Positionen aus Kunstwissenschaft und Philosophie an. In der „Vortragsreihe Kunst.Wissenschaft.Perspektiven“ steht ein breites Spektrum an relevanten Diskursen sowie beruflicher Tätigkeitsfelder zur Diskussion. Die Schwerpunkte der Referentinnen divergieren zwischen Kunstkritik und -journalismus, kuratorischer Praxis sowie Wissenschaft und Forschung. Die kostenfreien Vorträge sind für Interessierte geöffnet.

AnhangGröße
banner_kuwi_stakemeier.jpg78.62 KB