Zeit: freitags, 14-täglich 11.15 – 13.15 Uhr
Ort: Raum 112 (Großer Seminarraum)

Zeitgenössische polnische Künstler reüssieren heute auf dem internationalen Kunstmarkt. Doch die Kunst- und Kulturgeschichte des Landes ist weitgehend unbekannt. Das Seminar bietet eine Tour d‘Horizon durch die polnische Kunstgeschichte seit dem späten 18. Jahrhundert im Spiegel der politischen Geschichte.
Für das 20. Jahrhundert wird die Beteiligung Polens an der Biennale di Venezia als Leitfaden dienen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rezeption der polnischen Kunst außerhalb Polens. Anstatt die Kunst des „ehemaligen Ostens“ ausschließlich vom Ursprungsort her zu denken, soll ihre Wahrnehmung im „ehemaligen Westen“ kritisch beleuchtet werden. Ein Rückblick auf zentrale, aber auch kleinere Ausstellungen zur mitteleuropäischen Kunst in Europa und den USA nach 1989 wird als Diskussionsgrundlage für die Frage dienen:
Geht der Osten im Westen auf? Wurde die Kunst Polens nach dem Fall der Berliner Mauer in einen universalistischen Kanon integriert? Wo werden Bestrebungen deutlich, ihre Eigengesetzlichkeit zu betonen?

Die Begleitlektüre zum Seminar umfasst allgemeine historiographische Darstellungen, Texte aus Ausstellungskatalogen sowie kunsthistorische Publikationen aus „Ost“ und „West“.

Beginn: 15.10.

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